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Das Superheld*innen-Ich: Wie das Ego durch Biohacking optimiert wird

Leistungsfähiger, gesünder, fitter, gesteigertes Wohlbefinden, besserer Schlaf, mehr Energie und schnellere Erholung – das ist Biohacking. Der Lifestyle-Trend hilft dabei, durch einfache Tipps und Kniffe die beste Version seines Selbst hervorzubringen. Das Superheld*innen-Ich sozusagen. Aus dem Spitzensport stammend, wird das Prinzip schon seit Jahrzehnten zur Leistungssteigerung eingesetzt, findet aber seit einigen Jahren immer mehr Anhänger, die sich Hacks für ein längeres Leben und gesünderen Lifestyle zu Nutze machen.

Werde zur besten Version deines Selbst

Biohacker oder auch Do-it-yourself-Biolog*innen genannt, wissen, dass ein ungesunder Lebensstil Hauptrisikofaktor für chronische Krankheiten ist. Dass sich zu viel Stress ungünstig auf den eigenen Körper auswirkt. Und dass sie es selbst in der Hand haben, die negativen Faktoren umzukehren, um gesund, glücklich und erfolgreich ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Der Begriff Biohacking klingt erst einmal sehr technologisch, meint aber, dass man die Biologie seines eigenen Körpers verstehen lernt und durch Selbstversuche herausfindet, was seinem Körper guttut und was nicht. Der Sportmediziner Prof. Dr. Wilhelm Bloch von der Sporthochschule Köln beschreibt es so: „Man versucht – ähnlich einem Hacker, der ein Computerprogramm verändern will – das körpereigene Programm durch Reize zu verändern.“ Biohacker sind auf der Suche nach Methoden, um beispielsweise den Schlaf zu verbessern, Stress abzubauen und Energie zu sammeln – teils mit technologischen Hilfsmitteln wie Fitnesstrackern am Handgelenk, speziellen Brillen, die Lichtwellen filtern, einem sensorbasierten Ring, der die Atem- und Herzfrequenz überwacht, oder aber durch eine Umstellung der Ernährung, Sport und Meditation.

Biohacker Community trifft sich

In den USA ist der Trend des Biohackings jahrzehntelang gewachsen. Und auch in Europa gibt es mittlerweile große Communities, die die Vorzüge des Biohackings erkannt haben. Ein eigenes Summit in Helsinki, Finnland, findet in diesem Jahr vom 4. bis 6. Juni, unter dem Motto „Reversing Aging, Extending Healthspan“, also Umkehrung des Alterns, Verlängerung der Lebenserwartung, statt. In Deutschland gibt es ebenso einige Veranstaltungen wie den Biohacking Congress 2022 in Bad Dürrheim oder das Münchener Flow Fest. Hier steht die Optimierung des eigenen Körpers und Geistes im Mittelpunkt und natürlich der rege Austausch über die effektivsten Methoden des Biohackings.

Tipps für Einsteiger

Wer ein System hacken will, muss es verstehen. So verhält es sich auch mit dem eigenen Körper. Wer lernt, ihn zu verstehen, kann ihn gezielt beeinflussen, um Energie, Leistungsfähigkeit und mentale Stärke auf ein höheres Level zu heben. Die Grundlage des Biohackings bilden die drei Säulen: Ernährung, Körper und Geist.

Was Biohacker essen

Biohacking geht auf dem Teller los. Denn wenn es um Gesundheit und Leistungsfähigkeit geht, spielt die Ernährung eine große Rolle. Fast Food, Zucker, gesüßte Getränke und zu viel Weißmehl sind schlecht für den Körper und machen auf Dauer krank. Anhänger des selbstgesteuerten Gesundheitsmanagements setzen daher auf eine ketogene oder Low-Carb-Ernährung in Kombination mit Intervallfasten. Auf dem Speiseplan stehen: frische saisonale, regionale und qualitativ hochwertige Lebensmittel wie viel frisches Gemüse, Nüsse und Samen, tierische Produkte aus artgerechter Haltung und fetter Meeresfisch.

Vier praktische Hacks zum Thema Ernährung

  1. Zellen hydrieren für einen gesunden Start in den Tag. Ein Glas Wasser mit einem Viertel Teelöffel Himalayasalz (wichtig für die Nieren) und einem Esslöffel Limettensaft (stellt den über Nacht gesunkenen ph-Wert wieder her). Diese Mischung kann der Körper besonders gut aufnehmen, da sie unserem Blut ähnlicher ist als einfaches Wasser.
  2. Bulletproof-Coffee. Ein Kaffee mit Butter und Öl anstatt Milch und Zucker. Der spezielle Kaffee soll beim Abnehmen helfen und als Energielieferant dienen. Morgens getrunken, ersetzt er das oft kohlenhydratreiche Frühstück. Bekannt gemacht wurde er durch den amerikanischen Biohacker Dave Asprey, der auf seiner Reise durch den Himalaya den Yak-Butter-Tee kennenlernte und von seiner Wirkung so begeistert war, dass er die Idee mit nach Hause nahm und sie zu einer noch wirkungsvolleren Mischung verarbeitete – den Bulletproof-Coffee. Zubereitung: 250 ml frisch gebrühter Kaffee mit einem Esslöffel Ghee oder Weidebutter und ein bis zwei Esslöffel MCT-Öl. Alles in einem Mixer cremig pürieren und genießen.
  3. Intervallfasten. Wer sich bei der Nahrungsaufnahme auf ein Zeitfenster von acht Stunden konzentriert, gibt seinem Körper die Chance, sich in der restlichen Zeit zu regenerieren und Giftstoffe zu entsorgen.
  4. Gesunde Fette und Gemüse. Setzen Sie auf Gemüse in kräftigen Farben und Obst, dazu hochwertiges Fleisch und Fisch. Wer dazu zuckerfrei lebt und auf hochwertige, natürliche Fette (MCT-Öl, am besten reines C8) setzt, sowie genügend Omega 3 zum Beispiel aus Leinöl zu sich nimmt, liefert seinem Gehirn täglich genug Kraft zum Denken.

 

Hacks für den Körper

  1. Kalt duschen. Hört sich schlimmer an als es ist. Ein paar Sekunden am Ende des Duschens reichen, um durch den dadurch verursachten positiven Stress resistenter zu werden. Weitere Vorteile sind ein gestärktes Immunsystem, Anregung des Stoffwechsels, Senkung der Cholesterinwerte und bessere mentale Gesundheit.
  2. HII-Trainingseinheiten. Die High-Intensity-Intervall-Trainings sind nicht nur unglaublich effektiv, sie sparen außerdem viel Zeit. Wer zehn Minuten täglich trainiert, spürt den positiven Effekt auf Körper und Geist und lässt neben den Muskeln auch den Energiespeicher wachsen.
  3. Blackroll. Die Faszienrolle hilft dabei, Verspannungen zu lösen und den Körper sanft zu dehnen. Außerdem verbessert sich die Blutzirkulation. Schmerzen Ade.

Mehr geistige Frische

  1. Gesunder Schlaf. Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Tag ist ausreichender, tiefer Schlaf. Ein dunkler Raum, Schlafmasken und die Einnahme des Hormons Melatonin können sehr hilfreich sein. Blaues Licht wie vom Smartphone, TV oder Tablet am Abend hemmt die natürliche Produktion von Melatonin und lässt uns schlechter schlafen.
  2. Meditation. Die kurze Me-Time hilft dabei, sich zu fokussieren und im Hier und Jetzt zu leben. Stress wird durch Meditation erfolgreich abgeschüttelt.
  3. Frische Luft. So oft wie möglich raus in die Natur. Frischluft versorgt unseren Körper und Geist mit Lebensenergie. Wer seine Raumluft mit den Probiotika von betterair hackt, kann auch im Innenraum ständig frische Luft ohne Allergene und Reizstoffe atmen.

Probiotika-Hack für frische Luft

Peter Müller-Brühl, Biohacker und Co-Founder der PARE Vertriebs GmbH, ist von den Vorteilen der probiotisch angereicherten Raumluft überzeugt und erklärt in einem Video, warum betterair für ihn und sein Mikrobiom so wichtig ist.


Hier bloggt die Redaktion von betterair.eu über Aktuelles aus Praxis und Forschung, über ein gesundes Leben, saubere Luft und Probiotik. Sie erreichen die Redaktion per Email. Wir freuen uns über Ihre Anregungen und Fragen.
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