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Ambrosia attackiert Allergiker

Ambrosia mag in der griechischen Mythologie die Speise der Götter gewesen sein. Heute ist Ambrosia der Schrecken von Menschen mit und ohne Vorbelastungen. Das hochallergene Traubenkraut, wie die Aufrechte Ambrosia auch genannt wird, verbreitet sich in Europa. Schuld daran trägt der Klimawandel und die steigenden Temperaturen. Unabsichtlich importiert über Saatgut aus Nordamerika, fühlt sich Ambrosia immer wohler bei uns. So sehr, dass die Pflanze die Pollenflugzeit deutlich verlängert. Wie sollten Allergiker darauf reagieren?

Wo der Herbst früher für erste Erleichterung gesorgt hat, müssen allergische Menschen heute auch noch den Oktober hindurch die typischen Heuschnupfen-Symptome ertragen. Mit einem Unterschied: Ambrosia ist noch aggressiver und gerade für Menschen mit Lungenerkrankungen häufig schwer zu ertragen. Auch Menschen, die nie allergisch reagierten, können durch Ambrosia eine Unverträglichkeit entwickeln, die bis zu Asthma-Anfällen führt.

Versteck im Vogelfutter

Früher war Ambrosia häufig in Vogelfutter zu finden, da es sich gerne auf Sonnenblumenfeldern ausbreitet. Inzwischen ist Ambrosia-freies Futter erhältlich, was aber noch kein Garant dafür ist, dass gar kein Samen mehr zu finden ist. So sollten Gartenbesitzer darauf achten, ob sich die Pflanze in der Nähe ihrer Vogelfutterplätze aussät. Auch über angrenzende Gärten kann sich das Kraut überall verbreiten. Ein aufmerksamer Blick und beherztes Ausreißen mitsamt Wurzeln (am besten mit Handschuhen und sogar Mundschutz) tragen dazu bei, diese stark allergieauslösende Pflanze einzudämmen. Sie sollte dann im Hausmüll und nicht auf dem Kompost landen.

Tipp: Gut hinsehen, am besten mit einer App zur Pflanzenbestimmung, denn Ambrosia hat einige harmlose Doppelgänger: Sie ähnelt Möhrenkraut und Beifuß, hat aber grüne Blattunterseiten. Die Blätter sind doppelt gefiedert, der Stängel abstehend behaart und oft rötlich.

Probiotika als mustergültiger Widersacher

Das „Indoor Biotechnology“-Labor in Virginia, USA, untersuchte probiotische Mikroorganismen als Reinigungsmittel gegen Ambrosia-Pollen. Das Ergebnis überzeugte: Probiotika reduzierten die Allergene signifikant, was sich positiv auf das gesamte Raumklima und die Bewohner auswirkte.

 

Quellen:

Umweltbundesamt: https://www.umweltbundesamt.de/themen/ambrosia-gefaehrliches-gewaechs-fuer-allergiker

Frankfurter Rundschau: https://www.fr.de/ratgeber/wohnen/ambrosia-keine-goetterspeise-11402094.html

Bayerischer Rundfunk: https://www.br.de/radio/bayern1/ambrosia-106.html

 

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